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Ratgeber über Gartenarbeit und Gartengestaltung

Radieschen säen und ernten

SiRadieschen zu säen, ist für Beet-Anfänger und -Experten gleichermaßen interessant. Radieschen gehören zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütengewächse) und werden lateinisch als Raphanus sativus bezeichnet. Ein weiterer Name für Radieschen ist Radies. Das Radieschen zählt zu den Knollen, da es sich zwischen Blattansatz und Wurzel (Sprossachsenbereich) entwickelt. Was das Radieschen säen für Anfänger so interessant macht und warum der Anbau auch im Sommer noch gelingt, das wird nachfolgend näher erläutert.

Radieschen als Früh- und Sommerradies

Das Radieschen eignet sich als Beetpflanze auch für den Anfänger. Die beliebte und teils scharfe Knolle keimt zuverlässig und junge Pflanzen können leichten Frost in der Nacht überstehen. Der interessierte Hobbygärtner hat die Wahl zwischen frühen Radiessorten und Sommerradies.

Im März können Sie die frühen Radiessorten aussäen. Um den Radies auszusäen, ist es notwendig, dass der Boden trocken ist. Die frühen Radieschensorten keimen gut bei ungefähr 13 bis 15 °C. Es ist ratsam, die frühe Aussaat mit einer Vliesauflage zu schützen, um das Wachstum aufgrund kalter Temperaturen nicht stocken zu lassen. Wer die Pflanze nicht im Hochbeet züchten möchte, der kann Freilandaussaaten in Betracht ziehen. Interessierte Gärtner können Radieschen bis Anfang September hochziehen.

Radieschen säen ist auch im Sommer möglich. Die Sommersaat können Sie mit Sommersorten wie Vitessa oder Sora realisieren. Es ist ratsam, die Pflanzen im Halbschatten auszusäen und mit Mischkulturpflanzen zu verpartnern. Es eignen sich Porree, Buschbohnen und Mangold als Mischkulturpartner. Frühe Züchtungen sollten als Sommersaat vermieden werden. Die Radieschenpflanzen schießen und bilden vorzeitig Blüten.

GARTELTIPP: Ist die Witterung warm oder heiß, dann sollten die Pflänzchen ausreichend gegossen werden. Die Sommersorten sind in der Regel hitzefest, können aber sehr holzig, hart und scharf werden, wenn das Gießen öfter vergessen wird. Steigen die Temperaturen über 20 °C und wurde ein Folientunnel genutzt, dann sollte für ausreichend Lüftung gesorgt werden.

Welcher Abstand sollte zwischen den Saaten liegen?

Radieschen setzen

Zwischen den Saatreihen lassen Sie am besten mindestens 15 cm Platz.

Der Abstand zwischen den Radieschensaaten kann unterschiedlich sein und ist sortenabhängig. Einzelne Saatkörner können ruhig enger in die Saatrille eingebracht werden, wenn die Sorte nicht bekannt ist.

Wenn zu viele Keimlinge sprießen, dann können die überzähligen Pflänzchen entfernt oder umgesetzt werden. Der Abstand zwischen den Saatreihen sollte ca. 15 cm betragen.

Anleitung zum Radieschen säen

Im Folgenden eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum richtigen Säen von Radieschen:

1. Schritt

Zuerst sollten Sie mit einem Sauzahn den Boden auflockern. Es ist ratsam, dass Sie diesen etwa 20 cm tief auflockern. Der Haken des Sauzahns sollte in Quer- und Längsrichtung durch das Beet gezogen werden. Es entsteht in der Folge ein Rautenmuster. Um den Boden mit Nährstoffen zu versorgen und zu verbessern, sollten Sie nun auch Kompost ausbringen. Pro Quadratmeter reichen ca. zwei bis drei Liter Kompost. Den Kompost können Sie problemlos mit einer Schaufel auf dem Beet verteilen. Es ist ratsam, dass Sie zusätzlich zum Kompost auch Hornmehl verwenden, wenn der Boden nährstoffarm ist.

2. Schritt

Wenn Kompost und Hornmehl auf dem Beet verteilt wurden, sollten die Substanzen mit einer Harke in den Boden eingearbeitet werden. Eine flache, aber gründliche Einarbeitung, reicht aus. Das Kompost-Hornmehl-Erde-Gemisch sollte feinkrümelig in der Struktur werden. Steine und andere grobe Materialien sollten Sie immer aus dem Saatbereich entfernen. Mit einer Pflanzleine kann der Hobbygärtner die Saatreihe gerade anlegen. Um die Pflanzleine anzubringen, sollten Sie die Schnur immer stramm spannen. Die Schnur sollte etwas über dem Boden schweben und darf die Erde nicht berühren.

3. Schritt

Im nächsten Schritt müssen Sie die Aussaatrille ziehen. Wer eine breite Holzharke nutzt, der kann die Rückseite des Arbeitsgerätes nutzen, um die Rille zu ziehen. Die Saatrille sollte bei Radieschen ca. 2 cm tief sein. Anschließend werden die Samenkörner der Radieschensaat einzeln in die Rille gelegt. Das Saatgut sollte passend zur Saatzeit gekauft werden. Frühe Sorten sind für kühle Temperaturen geeignet. Im Sommer sollten Sie generell auf Sommerradiessorten setzen.

4. Schritt

Die einzelnen Saatkörner sollten Sie  in einem bestimmten Abstand zueinander in die Saatrille legen. Welcher Abstand sinnvoll ist, das hängt von der Sorte ab. Auf den Saatpackungen ist in der Regel der ideale Abstand zwischen den einzelnen Saatkörnern angegeben. Wer älteres Saatgut, ohne Packungsangabe verwendet, der kann die Saatkörner enger aussäen.

Wenn die Sämlinge zu viel werden, können Sie überschüssige Pflänzchen entfernen oder umsetzen. Im Handel sind auch Saatbänder erhältlich, die direkt die Abstände vorgeben und die Aussaat vereinfachen. Bei der Aussaat des Radies sollten Sie auch auf den Abstand zwischen den Saatreihen achten. Es sollte ca. 15 Zentimeter zwischen den Saatreihen liegen. Das gilt auch für das Radieschen säen im Hochbeet.

5. Schritt

Sind die Radieskörner ausgesät, dann können Sie die Aussaatrille mit der Harkenrückseite schließen. Es ist ratsam, die Erde anschließend leicht anzudrücken. Radiessamen sollten Sie nur leicht mit Erde bedecken. Im nächsten Schritt sollten Sie das Beet gründlich gießen. Der Wasserstrahl sollte nicht zu stark, sondern nur ganz fein sein, um die Samen nicht auszuwaschen. Hier auch mehr zu diesem Thema: Alles zum Bewässern und Gießen.

GARTELTIPP: Der Hobbygärtner darf die Erde nicht austrocknen lassen, bis die Keimung erfolgt ist. Werden die Pflanzen, auch nach der Keimung, zu wenig gegossen, dann werden die Knollen holzig und scharf.

Durch gleichmäßiges Feuchthalten des Beetes können schmackhafte Knollen geerntet werden. In Abhängigkeit von der Witterung können Sie den Radies nach 4 bis 6 Wochen ernten.

Wie und wann Sie Radieschen ernten

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Radieschen sollten Sie immer ernten, bevor diese ausgewachsen sind. Die Knollen schmecken frisch am besten und durch das frühe Ernten und frische Genießen verhindert der Hobbygärtner, dass das Fleisch pelzig wird. Frühe Radiessorten sind bekannt für pelziges Fleisch, wenn die sortentypische Größe erreicht ist. Es ist daher ratsam, die Radieschen vorher zu ernten.

Wer Sommersorten aussät, der kann die Knollen weiterwachsen lassen. Nach der Knollenreife bleibt das Fleisch ca. 14 Tage saftig. Radieschen sind frisch und saftig, wenn sie festes Fleisch haben und sattgrüne Blätter besitzen. Wenn die Knolle bei einem sanften Fingerdruck bereits nachgibt, dann wurde sie zu spät geerntet oder musste lange gelagert werden. Hobbygärtner sollten die frisch geernteten Radieschenknollen nicht länger als fünf Tage aufbewahren, damit das Fleisch nicht schlaff wird.

Welche Radieschensorten sind für den Sommer geeignet?

Wer Radies im Sommer säen möchte, der sollte auch Sommersorten nutzen. Im Handel sind schmackhafte Sorten, wie beispielsweise Riesenbutter, Sora, Rota, Rexe, Parat, Olivia, Matter, Champion, Carnita, Rondeel und Prinz Rotin erhältlich. Die Samen für die Radiessaat sollten im Fachhandel oder bei einem bekannten Onlinehändler erworben werden, um qualitatives Saatgut zu erhalten. Es kann auch hilfreich sein, sich bei Bestellungen von Saatgut im Internet, die Kundenrezensionen durchzulesen.

Lesen Sie übrigens auch hier, ob man Erdbeeren und Radieschen zusammen pflanzen kann.

Radieschen säen – Fazit & Zusammenfassung

Radieschen sind für Anfänger im Gartenbereich ein interessantes und robustes Saatgut. Das Saatgut kann zu schmackhaften Knollen herangezogen werden und ist auch für das Radieschen säen im Hochbeet geeignet. Wer kein Hochbeet, sondern ein Beet im Garten nutzen möchte, der sollte auf möglichst nährstoffreiche Erde für Radieschen achten.

Wenn die Erde nährstoffarm ist, dann sollte, neben Kompost, auch Hornmehl in die Erde eingebracht werden. Es ist ratsam, die in der Schritt-für-Schritt-Anleitung angegebenen Gartengeräte zu nutzen, um den Boden schonend zu lockern. Der Abstand zwischen den Radieschen sollte von Saatreihe zu Saatreihe ca. 15 cm betragen. Der Abstand zwischen einzelnen Saatkörnern ist sortenabhängig und kann entsprechend der jeweiligen Packungsangabe erfolgen.


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