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Ratgeber über Gartenarbeit und Gartengestaltung

Erdbeeren und Radieschen zusammen pflanzen: Auf gute Nachbarschaft

Ob Sie ein großes Beet im heimischen Garten oder einzelne Töpfe auf Balkonien bewirtschaften: Wann immer es um gesundes Wachstum und maximale Ernteerträge geht, fallen unweigerlich die Begriffe Mischkultur und Fruchtfolge. Die Planung von Nachbarschaften beim Obst- und Gemüseanbau klingt zunächst komplizierter, als sie ist. Wer sich vorab um den richtigen Standort und gute Partner für die Pflanzen bemüht, kann auch als Hobbygärtner kinderleicht Erfolge erzielen. Dies gilt beispielsweise für das zusammen Pflanzen von Erdbeeren und Radieschen.

Mischkultur und Fruchtfolge bilden die Basis

Insbesondere im gemeinsamen Beet, aber auch für in unmittelbarer Nähe angeordneten Pflanztöpfen, gilt das uralte Prinzip der Mischkultur. Vereinfacht ausgedrückt stehen solche Gewächse beieinander, die oberhalb wie unterhalb der Erde möglichst unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. So werden nicht nur die Angriffsbedingungen für verschiedenartige Schädlinge erschwert, auch Krankheiten und Pilzbefall können nicht so leicht Fuß fassen.

Zur optimalen Nährstoffausnutzung gedüngter Erde bietet sich der saisonal abwechselnde Anbau von sogenannten Stark-, Mittel- und Schwachzehrern an, bevor der Boden ruht oder mit Gründüngung bearbeitet wird und danach das Ganze von vorn losgeht. Entscheidender Vorteil der Reihenfolge, die sich idealerweise über vier Jahre erstreckt: Der Boden wird nicht einseitig ausgelaugt und bietet stets die optimale Stickstoffkonzentration für die Versorgung der Nutzpflanzen.

Klingt komisch, macht aber Sinn: Die Gemeinschaft aus Erdbeeren und Radieschen

Radieschen und Erdbeeren pflanzen

Erdbeeren und Radieschen sind aus mehreren Gründen eine gute Kombination!

In bildhafter Vorstellung auf dem Essteller mag es exotisch anmuten, doch wer das Rosengewächs Erdbeere und den Kreuzblütler Radieschen beim Anbau kombiniert, darf von einer förderlichen Nachbarschaft ausgehen.

Pflanzen und Wurzeln kommen sich bei ausreichend Pflanzabstand nicht in die Quere. Mit rund 30 cm sind Sie auf der sicheren Seite. Schädlinge halten beide voneinander fern und auch in Sachen Fruchtfolge steht dem Bündnis nichts entgegen.

Bei den Standortanforderungen gibt es ebenfalls erfreuliche Schnittmengen: Während die rote Sammelnussfrucht am besten in vollsonniger, aber auch in halbschattiger Lage gedeiht, ist der kleine Rettich weniger wählerisch.

GARTELTIPP: Die pinke Knolle sollten Sie allerdings bei hohen Temperaturen nicht der prallen Sonne aussetzen. Auch wenn die nachbarschaftliche Erdbeere dies durchaus mit süßeren und schmackhafteren Früchten quittieren könnte.

Warum man Erdbeeren und Radieschen gut zusammen pflanzen kann

Ein gleichbleibend feuchter, durchlässiger Boden, der nicht nass sein sollte, ist für beide Partner ideal. Auch zählt die Erdbeere ebenso wie das Radieschen zu den Mittel- oder Schwachzehrern. Die Übergänge sind fließend, der Nährstoffbedarf jedenfalls ähnlich.

Normale Garten- oder Universalerde reicht in der Regel völlig aus. Für Erdbeeren dürfen Sie diese gegebenenfalls zusätzlich mit etwas Sand auflockern und mit Nährstoffen anreichern. Hierfür eignet sich etwa Kompost. Radieschen vertragen bereits genutzte Erde und bedienen sich genügsam an verbliebenen Nährstoffen. Beachten Sie jedoch bei der dauerhaften Stickstoffversorgung, dass Erdbeerstauden als Dauerkultur mehrere Jahre bestehen können. Radieschen können dagegen nach rund vier Wochen im Sommer bzw. sechs bis acht Wochen im Frühjahr und Herbst abgeerntet werden.

Übrigens dürfen sich Kleinbewirtschafter auf Balkon und Dachterrasse doppelt freuen: Beide Gattungen zählen zu den Flachwurzlern und kommen mit einer Tiefe von 15 cm aus. Nicht zuletzt in Anbetracht des gesunden Geschmackserlebnisses sollten Sie diese Vorteile nutzen und Erdbeeren und Radieschen zusammen pflanzen.


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