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Ratgeber über Gartenarbeit und Gartengestaltung

Wann und wie oft muss man Oleander gießen: Tipps zum Bewässern

Mit dem immergrünen Blätterwuchs und den farbenfrohen Blüten schmückt Nerium oleander als große Kübelpflanze die Gärten und Parks. Damit seine ganze Schönheit auch lange zum Tragen kommt, sollten Sie den Oleander immer gut gießen.

Die Heimat der Pflanze ist der Mittelmeerraum. Dort ist sie an die trockenen und heißen Sommer sowie an die feuchten und kühlen, aber wenig frostfreie Wintern gewöhnt. Wie viel Wasser der Oleander letztendlich braucht, hängt mit seiner Herkunft und der Anpassung an dem ursprünglichen Standort zusammen.

Da er sich in Auengebieten wie Flusstälern, Bachrändern, feuchten Mulden und ähnlichem entwickeln konnte, sind die Wasseransprüche im Gegensatz zu anderen mediterranen Pflanzen deutlich höher.

Wann sollte man den Oleander gießen?

Da der Oleander ein Flachwurzler ist, holt er sich das notwendige Wasser aus dem oberen Bereich des Substrates. Aus diesem Grunde ist es wichtig, bracht der Wurzelballen viel Platz und es ist wichtig, ihn in einen großen Kübel oder Topf zu setzen. Bei einem sehr trockenen Sommer und ohne Regen sollten Sie ein bis zweimal in der Woche gießen.

Um festzustellen, ob das gesamte Wurzelwerk auch ausreichend Wasser bekommt, achten Sie auf die Unterschale. Ist diese regelmäßig geleert, versorgt sich Ihr Schützling ausreichend mit Wasser und Nährstoffen. Die Pflanze ist gesund und die Wurzeln sind intakt.

Der Hauptbedarf an Wasser liegt im warmen Frühling und im Sommer. Wollen Sie den Oleander im Sommer gießen, ist die beste Zeit am frühen Morgen oder am späten Abend. Zu diesen Zeiten ist der Unterschied zwischen der Temperatur der Erde und den Wurzeln nicht so groß und die Pflanze kann die Flüssigkeit gut aufnehmen. Außerdem verdunstet ein großer Teil des Wassers bei Hitze und erreichen die Wurzeln nicht mehr. Nicht zuletzt wirken die Sonnenstrahlen wie eine Lupe und können Brandschäden an den Blättern und Blüten verursachen.

Im Herbst bis zum Winter lässt das Wachstum der Pflanze nach und pausiert schließlich. Somit lässt auch der Bedarf an Wasser nach. Dennoch sollten Sie den Oleander im Winter gießen, wenn auch deutlich weniger.

Wie sollte man den Oleander richtig bewässern?

Bei allen Gewächsen hängt der Bedarf der Flüssigkeit mit der Verdunstung zusammen. In der kälteren Jahreszeit ist die Temperatur niedriger als in der wärmeren Zeit. Deswegen braucht Sie den Oleander im kühlen Frühling, Herbst und Winter nur wenig gießen. Es genügt, wenn die Wurzeln feucht und nicht dauerhaft nass bleiben.

GARTELTIPP: Stellen Sie den Kübel vom Oleander auf eine Unterschale. Die richtige Schale ist deutlich größer als der Kübel und besitzt einen hohen Rand. Ist sie groß genug, fängt sich darin das übrige Wasser. Die Pflanze bekommt ausreichend Flüssigkeit und wird von einem angenehmen, feuchten Klima umgeben.

Gleichzeitig dient die Schale als sicherer Maßstab für Ihr Gießverhalten und die Menge des Gießwassers: Ist sie leer, gießen Sie mit Wasser auf. Befindet sich dagegen noch Wasser darin, brauchen Sie nicht zu gießen. Das Gleiche gilt auch nach einem Regen und wenn die Schale mit Regenwasser gut gefüllt ist. Falls es zu viel regnet und übermäßig viel Wasser vorhanden ist, sollten Sie die Schale ab und zu leeren. Denn was zu viel ist, ist zu viel – die Wurzeln können das Wasser nicht mehr aufnehmen und drohen zu ertrinken.

Aufgrund seiner Herkunft aus den Auengebieten ist der Oleander an eine gewisse Gabe von Kalk gewöhnt. In der Regel ist Leitungswasser deutlich kalkhaltiger als Regenwasser und gut geeignet. Ist die Pflanze viel weichem Regenwasser ausgesetzt und benötigt wenig Extra- Gießwasser, sollten Sie den Mangel an Kalk kompensieren. Dies gelingt perfekt durch die Zugabe von Sand oder fein zerstoßene Eierschalen in das Substrat.

Keine Zeit zum Oleander gießen – das können Sie tun

Haben Sie mal keine Zeit zum Oleander Gießen oder möchten die ideale Wassermenge geben, nutzen Sie die Vorteile einer automatischen Bewässerung. Dabei handelt es sich um eine äußerst praktische Erfindung:

  • Sie lässt sich einfach und rasch an den bedürftigen Pflanzen anbringen.
  • Die beste Zeit für die Wassergabe lässt sich genau einstellen.
  • Die richtige Wassermenge ist individuell einstellbar, sodass Sie jederzeit den Oleander richtig gießen.

Übrigens: Oleander ist giftig! Da er zu den Hundsgiftgewächsen zählt, sind alle Teile der Pflanze betroffen. Allerdings geht bei einem normalen Umgang keine Gefahr von ihm aus. Am besten Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe.


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