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Ratgeber über Gartenarbeit und Gartengestaltung

Schubkarre für den Garten: Anforderungen und Eigenschaften

Eines der wesentlichsten Gartenwerkzeuge ist die Schubkarre. Vor allem, wenn Sie einen nicht ganz kleinen Garten haben, sollten Sie auf dieses Gefährt großen Wert legen: Egal welche Tätigkeit Sie verrichten, sehr oft wird die Schubkarre Ihr treuer Begleiter sein. In diesem Artikel gehen wir daher der Frage nach, welche Schubkarre für den Garten die richtige ist und auf was es bei der Auswahl ankommt.

Was ist eine Schubkarre?

Was ist eine Schubkarre

Für alle, die es nicht wissen: So funktioniert eine Schubkarre – hinten anheben und schieben.

Diejenigen, die wissen, was eine Schubkarre ist, sollten im nächsten Kapitel weiter lesen. Allen anderen gebe ich nur die Kurz-Definition von Wikipedia zum Besten:

Eine Schubkarre (in der Schweiz auch Karrette oder Garette, in Österreich und Bayern auch Scheibtruhe bzw. Scheibtruche, in oberdeutschen Dialekten „Radbere“ und „Radwer“, in Franken „Rowern/Robern“, in Thüringen „Radeberle“ und in niederdeutschen Dialekten „Schiebkarre“) ist ein Hilfsmittel zum Transport von Schüttgütern und anderen Lasten durch eine Person.

Genau genommen ist es eine Vorrichtung mit einem Rad und zwei Stangen mit Griffen, an der sie angehoben und geschoben wird.

Anforderungen an ein Schubkarre für den Garten

Eine Schubkarre kennt man wahrscheinlich auch vom Bau. An solche Modelle wird aber eine weitaus andere Anforderung gestellt. So eine Scheibtruhe muss etwas Aushalten – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir daheim stellen an eine Schubkarre für den Garten ganz andere Anforderungen: Je leichter, desto besser – aber stabil soll sie dennoch sein. Aber im Endeffekt kommt es auch ein wenig darauf an, was Sie hauptsächlich transportieren wollen. Dazu hier mehr im Detail:

Fassungsvermögen

Schubkarre Garten Erde

Bei schweren Lasten reicht ein kleines Volumen, für Grasschnitt kann es schon mal etwas mehr sein.

Möchten Sie hauptsächlich Laub, Gras- oder Rasenschnitt oder Pflanzen transportieren, können Sie sich eine Schubkarre mit deutlich mehr als 80 bis 100 Liter Fassungsvermögen zulegen. Soll es eher Erde, Kies, Sand oder ähnliches sein, werden Sie auch mit max. 100 Liter auskommen – Mehr als dieses Volumen werden Sie kaum bewältigen (außerdem ist es nicht gesund, so hohes Gewicht zu schieben).

Stabilität & Qualität

Je leichter die Karre ist, desto besser. Das, was Sie sich so an Gewicht sparen, können Sie in die Scheibtruhe packen. Aber die Stabilität sollte darunter nicht leiden. Zudem ist die Verarbeitung wichtig. Die Verbindungen sollten gut gemacht sein. Schließlich spielen auch die verwendeten Materialien eine große Rolle. Weitere wichtige Kriterien:

  • Stabilität und Befestigung des Rades
  • Stabiles Gestänge
  • Wie sieht der Boden der Karre aus? Ist dieser verstärkt?
  • Ist das Metall zu dünn oder verformt es sich leicht?

Um diese Dinge abzuklären, könnten Kundenrezensionen einen guten Aufschluss bieten.

Form

Achten Sie auf die Form. Dazu zählt auch die Breite. Müssen Sie oft durch die selbe Gartentüre, die nur 75 cm Breit ist, werden Sie mit einer 80 cm Karre keine Freude haben. Auch die Lage des Schwerpunktes ist wichtig: Liegt dieser weiter vorne, kippen Sie einfach ab und tun sich beim Heben und Schieben leichter.

Stützen & Handgriffe

Achten Sie auf jeden Fall bei Ihrer Schubkarre auf ergonomische Handgriffe. Sind diese unbequem oder schlecht verarbeitet, kommt es auf alle Fälle früher oder später zur Blasenbildung.

Auch die Stützen spielen eine große Rolle. Sind diese zu lang oder schlecht ausgerichtet, sind sie ständig im weg bzw. besteht die Gefahr, dass sie mit den Beinen anstoßen. Bei schweren Lasten ist das mühsam.

Manche Schubkarren haben im Bereich des Rades eine Zusatzstütze über die man die transportierten Lasten besser abkippen kann. Das ist ein guter Vorteil, vor allem bei erdbefüllten und somit schweren Karren.

Alles, was Sie zu den Reifen wissen sollten

Ein Hauptbestandteil jeder Schubkarre ist die Bereifung. Ist diese unzureichend oder instabil macht die Arbeit nur halb so viel Spaß. Daher ist dies für uns neben der Form das wichtigste Kriterium:

Man unterscheidet prinzipiell zwei Arten von Reifen. Einerseits den Vollgummireifen und andererseits den Luftreifen. Beide Typen haben Pros und Contras.

Luftreifen

Ein klassischer Luftreifen hat den Vorteil der besseren Dämpfung und Federung, weil er eben mit Luft aufgepumpt ist. Seine Laufeigenschaften sind daher sehr gut und bequem. Sie haften auch sehr gut auf feuchten Untergründen und funktionieren gut bei Nässe.

Schubkarre Garten

Eine Schubkarre mit Luftreifen, Stütze zum leichteren Abkippen, leichter Mulde und bequemen Gestänge.

Da Sie mit Luft aufgeblasen sind, ist es immer wieder mal erforderlich, Luft nachzupumpen. Außerdem ist ein durch spitze Steine oder Gegenstände verursachtes Loch keine Seltenheit. Dann müssen Sie fast immer den ganzen Reifen austauschen.

Insgesamt überwiegen hier für uns aber die Vorteile ganz klar die Nachteile.

Vollgummireifen

Diese Art der Bereifung hat seine Vorteile ganz klar in der Dauerhaftigkeit und dem geringeren Verschleiß gegenüber Luftreifen. Auch die Möglichkeit der Beschädigung besteht hier in nur einem sehr geringen Ausmaß.

Solch bereifte Schubkarren sind in der Regel aber schwerer zu befahren und gerade bei holprigen und unebenen Böden unserer Erfahrung nach klar im Nachteil.

Einrad oder Zweirad?

Immer moderner werden auch Schubkarren mit zwei Rädern. Diese sind eher für Personen geeignet, die mit dem Ausbalancieren Probleme haben und bei wenig Muskelkraft längere Strecken zurücklegen müssen. Klar ist, dass zwei Räder ein Mehr an Stabilität bieten, als nur ein Rad.

Wir halten aber Einrad-Schubkarren für geeigneter: Sie sind wendiger und daher für die Gartenarbeit unserer Ansicht nach besser zu gebrauchen. Zick Zack

Welche Schubkarre für den Garten – Fazit

Wie bei vielen anderen Gartengeräten auch, gibt es bei Schubkarren das eine oder andere wichtige Merkmal. Zusammengefasst sollten Sie auf folgende Kriterien achten:

  • Stabilität und Form der Schubkarre
  • Anzahl der Räder (Ein- oder Zweirad)
  • Art der Bereifung (Vollgummi oder Luftreifen)
  • Material der Schubkarre
  • Ausführung der Handgriffe und Stützen
  • Volumen bzw. max. Füllmenge

In aller Regel wird es – wie bei vielen anderen Dingen – auch so sein, dass hohe Qualität auch einen hohen Preis hat. Das ist aber nichts Schlechtes. Bedenken Sie, dass eine Gartenschubkarre eines der wichtigsten Utensilien ist, dass Sie regelmäßig brauchen werden. Daher würden Sie hier am falschen Fleck sparen.


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